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  • 2 Min. Lesezeit

  • 27 August 2026

38. Schwangerschaftswoche an meinem Geburtstag: zwischen Freude und Bammel

Eine schwangere Frau feiert ihren Geburtstag

Heute habe ich Geburtstag, und ich bin in der 38. Schwangerschaftswoche. Natürlich dreht sich alles um das Baby: seine Ankunft, seine Zukunft, sein Zimmer, das Beste für ihn. Und, needless to say, ich bin jetzt schon unsterblich verliebt in ihn, unseren Kleinen, unser erstes Kind. Ich kann es kaum erwarten, ihn kennenzulernen...

Na ja, "kaum erwarten"... ehrlich gesagt kann ich kaum stehen (oder sitzen, oder liegen, oder laufen). "Schön früh ins Becken gerutscht", hörte ich neulich die Hebamme sagen. Na toll! Seit der dreißigsten Woche watschle ich schon herum wie ein gestrandeter Wal, der zurück ins Wasser will. Ganz zu schweigen davon, wie schwer dieser Bauch für mein Becken, meinen Rücken, meinen Bauch und meine Beine ist. "Aber komm, nachher wird sich alles gelohnt haben", höre ich von allen Seiten. Ich glaube wirklich, dass das stimmt.

Trotzdem fühlt es sich gerade noch nicht ganz so an. Kann ich es kaum erwarten, ihn zu treffen? Auf jeden Fall! Aber insgeheim manchmal auch nicht so ganz. Denn was würde ich mir gerade noch etwas Ruhe wünschen - Ruhe für mich, Me-Time! Und je mehr ich mit anderen spreche und je mehr ich lese, desto weniger Lust bekomme ich auf "danach": Brustentzündungen, ein schmerzender, heilender Körper, eine Woche nicht aus dem Bett dürfen, Wochenbett-Besuch, der einfach nicht gehen will, und - nicht zu vergessen - noch mehr schlaflose Nächte.

Ich bin hin- und hergerissen: Freue ich mich darauf, oder sehe ich eher dagegen an? Das ist es, worüber ich an meinem Geburtstag nachdenke. Wie könnte es auch anders sein - jede Glückwunschnachricht endet schließlich mit "und, ist er schon da?". Mir wird klar, dass ich jetzt schon Mutter bin. Dass sich nie mehr alles nur um mich drehen wird. Dass sich auch an meinem Geburtstag die Welt um meinen noch ungeborenen Sohn dreht. Und ich gebe mich dem hin. Dann eben Strämpfchen waschen, antworten wie "haha, nein, aber er hat Schluckauf", lachen, und heimlich von einem ruhigen Strandurlaub träumen, mit einem Glas Wein, einem guten Buch und einem knappen Bikini, den es wohl nie wieder geben wird... Ach, solange sich am Ende alles gelohnt hat.