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  • 2 Min. Lesezeit

  • 17 August 2026

All deine Fragen zu unseren Ziegen ehrlich beantwortet

Ziegen hinter einem Zaun

In unserem Beitrag über die Herkunft unserer Ziegen haben wir bereits erzählt, welche Rasse unsere Ziegen haben, wie viel Milch sie geben und was sie fressen. In diesem Beitrag gehen wir einen Schritt weiter: Was passiert mit weiblichen und männlichen Ziegenkitzen, und werden Hormone oder Antibiotika eingesetzt? Lies gleich weiter.

Was passiert mit den Kitzen?

Um Milch geben zu können, muss eine Ziege regelmäßig ein Kitz bekommen. Etwa die Hälfte der geborenen Kitze ist weiblich, die andere Hälfte männlich (Böckchen genannt).

Die weiblichen Kitze bleiben auf dem Hof und werden zu Milchziegen aufgezogen. Hat ein Hof mehr Kitze als benötigt, werden sie an einen anderen Milchziegenhof verkauft, wo sie ebenfalls zu Milchziegen aufgezogen werden.

Was passiert mit den Böckchen?

Für Böckchen sieht es anders aus. Ein Teil wird für die Zucht benötigt, doch für die meisten ist auf einem Milchziegenhof kein Platz, da sie keine Milch geben. Böckchen werden daher meist auf dem Hof aufgezogen, bis sie für den menschlichen Verzehr geeignet sind, mit der nötigen Pflege und Aufmerksamkeit während dieser Zeit.

Die Zukunft eines Böckchens ist dennoch wenig erfreulich, und das beschäftigt die Branche. Deshalb arbeiten wir an Lösungen. Eine große Mehrheit unserer Landwirte entscheidet sich mittlerweile für das Dauermelken, bei dem eine Ziege 2 bis 5 Jahre lang gemolken wird, ohne zwischenzeitlich zu lammen - die Ziege bekommt in dieser Zeit also keine Böckchen.

Mehr über die Ziegen hinter Produkten auf Ziegenmilchbasis erfahren? Schau auf ontdekdegeit.nl (niederländisch).

Werden Hormone und Antibiotika eingesetzt?

Der Einsatz von Hormonen und Antibiotika ist über das KwaliGeit-System streng geregelt und kontrolliert. Unsere Landwirte dürfen keine Hormone einsetzen, es sei denn, dies ist für den Zuchtplan der Ziegen erforderlich oder erwünscht. Medikamente dürfen ausschließlich über die dem Hof zugeordnete Tierarztpraxis bezogen werden.

Antibiotika werden nicht vorbeugend eingesetzt, sondern ausschließlich zur Behandlung - und manchmal darf der Tierarzt eine Ziege nur mit bestimmten Mitteln behandeln. Während einer Antibiotikabehandlung und bis einige Tage danach wird die Milch dieser Ziege nicht verwendet, damit keine Rückstände in die Milch gelangen, die letztlich beim Milchverarbeiter ankommt. Das ist auch für den Landwirt selbst wichtig: Werden Antibiotika in der Milch nachgewiesen, wird er dafür nicht bezahlt. Zudem trinkt die Familie des Landwirts die Milch häufig direkt aus dem Milchtank, noch bevor sie vom Milchverarbeiter getestet und verarbeitet wird.

Wie verläuft eine Ziegenschwangerschaft?

Eine Ziege ist ab etwa 7 Monaten geschlechtsreif und sollte mindestens 35 kg (idealerweise 40 kg) wiegen, bevor verantwortungsvoll gezüchtet werden kann. Sie bekommt ihr erstes Junges in der Regel im Alter von etwa einem Jahr. Eine Ziegenschwangerschaft dauert etwa 5 Monate (148 Tage), mit einer Abweichung von rund 10 Tagen. Ziegen sind saisonale Brunsttiere: Sie sind im Herbst fruchtbar und lammen im Frühling. Meist werden Ziegen zwischen September und Januar gedeckt und lammen zwischen Februar und Mai.