Alle Zähnchen müssen irgendwann durchbrechen - und das kann für dein Kleines ziemlich schmerzhaft sein. In diesem Beitrag erfährst du, wann Babys ihre ersten Zähnchen bekommen, wie du das Zahnen erkennst und wie du die Schmerzen lindern kannst.
Wann bekommen Babys ihre ersten Zähnchen?
Die meisten Kinder bekommen ihren ersten Milchzahn mit etwa sechs Monaten - das ist jedoch nur ein Durchschnitt: Bei manchen Babys kommt das erste Zähnchen schon mit vier Monaten, bei anderen erst nach acht Monaten. Meist ist einer der unteren Schneidezähne der erste, der durchbricht. Danach folgen die restlichen Schneidezähne (etwa 8 bis 12 Monate), die ersten Backenzähne (12 bis 16 Monate), die Eckzähne (16 bis 20 Monate) und schließlich die restlichen Backenzähne (20 bis 30 Monate). Jedes Kind ist anders, daher können Reihenfolge und Timing stark variieren.
Der Geburtszahn
Ganz selten kommt ein Baby bereits mit einem Zähnchen zur Welt. Ein solcher Geburtszahn ist für Eltern oft eine große Überraschung, ist aber unbedenklich - hat dein Baby keine Beschwerden, musst du deswegen nicht zum Kinderarzt oder zur Vorsorgestelle.
Wie erkennst du das Zahnen?
Ein Zähnchen muss durch das Zahnfleisch brechen, was einen dumpfen, ziehenden Schmerz verursachen kann. Ist der Zahn erst einmal (größtenteils) durchgebrochen, lässt der Schmerz oft nach. Beim ersten Zähnchen ist es für Eltern oft schwer zu erkennen, was genau los ist: Dein Kind ist quengelig und leicht fiebrig, ohne erkennbaren Grund. Fühlst du mit dem Finger über das Zahnfleisch, spürst du oft ein kleines Körnchen.
Anzeichen für zahnende Babys
- Dein Baby sabbert viel.
- Dein Kind ist quengelig und weinerlich.
- Dein Baby hat rote Wangen.
- Dein Baby hat leicht erhöhte Temperatur oder Fieber.
- Dein Kind hat Durchfall.
- Dein Kind hat weniger Appetit.
- Dein Baby will häufiger gestillt werden oder häufiger die Flasche.
- Dein Kind will alles in den Mund stecken und darauf beissen.
- Dein Kind zieht viel an den Ohren.
Meist erkennst du nur einen Teil dieser Anzeichen - Sabbern und Quengeligkeit kommen am häufigsten vor. Tipp: Ein Latz verhindert nasse Sabberflecken. Bist du unsicher, ob es am Zahnen liegt oder dein Kind wirklich krank ist? Hält das Fieber länger als zwei Tage an, oder siehst du andere als die oben genannten Symptome, wende dich an den Kinderarzt.
Tipps zur Schmerzlinderung
- Massiere vorsichtig das Zahnfleisch rund um das durchbrechende Zähnchen, mit einem sauberen Finger oder einem Wattestäbchen.
- Gib einen Beißring zum Kauen - kurz im Kühlschrank gekühlt sorgt er für zusätzliche Abkühlung.
- Hat dein Baby mehr Bedarf am Trinken? Biete es ruhig an; etwas kaltes Wasser oder Milch kann Linderung bringen.
- Zeig Verständnis für die quengelige Stimmung, und gib extra Kuscheleinheiten und Aufmerksamkeit.
- In Apotheke und Drogerie gibt es spezielle Zahnungsgele gegen den Schmerz; lies vor Gebrauch immer den Beipackzettel.
- Hat dein Kind starke Schmerzen oder sogar Fieber? Ein Paracetamol-Zäpfchen kann Linderung bringen - halte dich dabei immer an die auf der Packung angegebene Dosierung nach Alter und Gewicht deines Kindes.
- Hat dein Baby auch einen wunden Po? Tupfe das Pöpo beim Wickeln gut trocken und trage eine milde, fetthaltige Salbe auf, bevor du eine frische Windel anziehst.
- Bei Durchfall: Wechsle volle Windeln sofort - der säurehaltige Stuhl kann die empfindliche Babyhaut schädigen und einen wunden Po verschlimmern.
Der erste Zahn: Zähneputzen
Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, kannst du mit dem Putzen beginnen - auch wenn das früh erscheinen mag. Gerade die ersten Milchzähne sind empfindlich. Verwende eine weiche Kinderzahnbürste mit Kinderzahnpasta, die mild schmeckt und den meisten Kindern gut gefällt. Einmal täglich Putzen reicht in den ersten zwei Jahren aus. Tipp: Gib deinem Kind auch selbst regelmäßig die Zahnbürste in die Hand - so lernt es, was sie ist und wofür sie da ist. Zusätzlicher Vorteil: Das Kauen auf der Bürste massiert das Zahnfleisch, was den Schmerz weiter lindert.
Über diesen Beitrag
Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe über häufige Baby-Beschwerden. Die Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt, um junge Eltern zu unterstützen. Jedes Kind ist anders: Wende dich bei starken oder anhaltenden Beschwerden immer an deinen Kinderarzt oder die Vorsorgestelle.
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