Eine Erkältung bei Babys ist meist harmlos, kann deinem Kleinen aber trotzdem ziemlich zu schaffen machen. Eine laufende Nase, viel Husten und erschwertes Atmen ist für niemanden angenehm - schon gar nicht, wenn man so klein ist. Das RS-Virus ähnelt einer Erkältung, ist aber deutlich weniger harmlos. Dieser Beitrag erklärt die möglichen Ursachen einer Erkältung bei Babys, die Unterschiede zum RS-Virus, und was du bei einem erkälteten Baby tun und lassen solltest.
Erkältetes Baby: ist das harmlos?
Ja, eine Erkältung bei einem Baby ist in der Regel harmlos - sie gehört sogar dazu. Da das Immunsystem deines Babys noch nicht vollständig entwickelt ist, kann es bis zu zehnmal im Jahr erkältet sein. Gefährlich ist das meist nicht, unangenehm aber schon: Dein Kleines leidet unter verstopfter Nase, Schnupfen und viel Husten.
Wodurch wird dein Baby erkältet?
Es ist kaum zu verhindern, dass dein Baby gelegentlich erkältet ist. Sein Immunsystem befindet sich noch in der Entwicklung, wodurch es anfälliger für die Viren ist, die Erkältungen verursachen. Es gibt nicht das eine Virus - viele verschiedene Viren können eine Erkältung auslösen. Während einer Erkältungswelle sind oft mehrere Viren gleichzeitig im Umlauf, was erklärt, warum dein Baby manchmal eine Erkältung nach der anderen zu haben scheint. Mit zunehmendem Alter verbessert sich die Abwehr, und die Anfälligkeit für Erkältungen nimmt ab.
Symptome einer Erkältung
Eine Erkältung geht oft mit laufender Nase, Husten und Niesen einher - die Symptome ähneln denen bei Erwachsenen. Auch bei Babys ist die Schleimhaut von Hals, Nase und Nebenhöhlen entzündet. Mögliche Symptome sind:
- Husten
- Niesen
- Verstopfte Nase
- Starker Schnupfen
- Tränende Augen
- Vermehrtes Weinen
- Quengeligkeit
- Kopf- und Halsschmerzen
Ist eine Erkältung ansteckend?
Es ist kein Zufall, dass dein Baby häufiger erkältet zu sein scheint, seit es in die Kita oder Tagespflege geht. Erkältungsviren verbreiten sich schnell, über die Luft oder Körperkontakt - und das Risiko steigt, wenn Babys eng beieinander sind, wie es in der Kita oft der Fall ist. Eine Erkältung lässt sich also schwer ganz vermeiden, aber mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen kannst du dafür sorgen, dass dein Baby seltener erkältet ist.
Ist es gefährlich, wenn ein erkältetes Baby schläft?
Eine Erkältung kann den Schlaf deines Babys beeinträchtigen, ist aber meist nicht direkt gefährlich. Ein paar Punkte helfen, den Schlaf so sicher wie möglich zu gestalten:
- Verstopfte Nase: Ein erkältetes Baby kann Schwierigkeiten haben, durch die Nase zu atmen, was das Schlafen erschweren kann. Ein Nasenspray auf Kochsalzbasis kann helfen, die Atemwege frei zu machen.
- Erhöhtes Risiko bei jungen Babys: Bei Neugeborenen und jungen Babys kann eine Erkältung manchmal heftiger verlaufen, da ihre Atemwege noch klein und empfindlich sind. Achte auf Anzeichen wie Atemprobleme, pfeifende Atmung oder Fieber, und wende dich im Zweifel immer an einen Arzt.
- Schlafumgebung: Sorge für einen sicheren, gut belüfteten Schlafplatz ohne lose Decken oder Kuscheltiere im Bettchen. Ein erkältetes Baby schläft sicherer in einem Schlafsack.
Auch wenn eine Erkältung meist harmlos ist, bleibt Wachsamkeit wichtig. Bemerkst du, dass dein Baby Schwierigkeiten beim Atmen hat, oder geht die Erkältung mit anderen Symptomen wie hohem Fieber oder Teilnahmslosigkeit einher? Wende dich dann an den Kinderarzt.
Was du bei einem erkälteten Baby tun und lassen solltest
Das hilft:
- Wasche deine Hände und die deines Babys so oft wie möglich - grundsätzlich nach jedem Toilettengang und jedem Windelwechsel, aber auch nach dem Niesen. Reinige auch regelmäßig das Gesichtchen deines Babys.
- Vermeide kalte Außenluft so gut es geht; warte zumindest, bis der schlimmste Husten vorbei ist.
- Achte darauf, dass das Kinderzimmer nicht zieht, aber auch nicht zu warm wird - zwischen 15 und 18 Grad ist angenehm.
- Gib deinem Baby extra zu trinken - das lindert den Hals und löst Schleim.
- Ahme den Effekt von Dampf nach: Setz dich mit deinem Baby kurz in ein dämpfendes Badezimmer, damit es die warme, feuchte Luft einatmen kann.
- Mach die Luft im Haus weniger trocken, zum Beispiel mit Wasserschälchen an den Heizkörpern.
- Sauge mit einem Nasensauger flüssigen Schnupfen aus dem Näschen, oder nutze ein spezielles Baby-Nasenspray, damit dein Baby freier atmen kann.
- Zieh deinem Baby Kleidung aus Baumwolle an - sie ist atmungsaktiv und beugt Überhitzung bei möglichem Fieber vor.
- Hat dein Baby wegen verstopfter Nase Schwierigkeiten beim Schlafen? Stell die Matratze leicht schräg, damit es im Schlaf freier atmen kann.
Das solltest du vermeiden:
- Zu viel frische Luft - unterschätze eine Erkältung nicht; zu viel Zeit draußen kann sie verlängern.
- Erkältungssalben mit Menthol: Diese sind für Babys zu stark. Greif lieber zu einem speziellen Baby-Erkältungsbalsam, und lass dich in Apotheke oder Drogerie beraten.
- Die Heizung zu hoch stellen: Ein zu warmes Zimmer wirkt kontraproduktiv. Maximal 20 Grad in einem gut belüfteten Raum ist ideal.
- Dein Baby in die Kita bringen: Auch wenn eine Erkältung meist harmlos ist, macht sie deinem Baby zu schaffen, und es ist am liebsten bei dir. Schenk ihm in dieser Zeit etwas mehr Aufmerksamkeit.
Symptome des RS-Virus
Das RS-Virus (Respiratorisches Synzytial-Virus) ähnelt einer Erkältung stark, besonders am Anfang - Niesen, Husten und Schnupfen kommen bei beiden vor. Doch während eine Erkältung innerhalb von zwei Wochen abklingen sollte, hält das RS-Virus an, und die Symptome werden heftiger. Babys mit RS-Virus zeigen:
- Heftige Hustenanfälle, die kaum aufzuhören scheinen, manchmal mit Würgen.
- Eine schwere, pfeifende Atmung.
- Eine graue Verfärbung der Haut.
Das RS-Virus verursacht eine Infektion der Atemwege, daher die schwere Atmung und der viele Husten. Das Risiko ist im Herbst und Winter am höchsten. Wie eine Erkältung ist auch das RS-Virus sehr ansteckend und verbreitet sich über Tröpfchen in der Luft beim Husten oder Niesen. Die gleichen Maßnahmen wie bei einer Erkältung helfen, das Risiko zu verringern.
Erkältung bei einem Neugeborenen
Es ist normal, dass Neugeborene erkältet werden, besonders in den ersten Lebensmonaten - ihr Immunsystem befindet sich noch voll in der Entwicklung. Achte gut auf die Symptome, besonders wenn dein Baby Schwierigkeiten beim Atmen oder Trinken hat. Wende dich in diesem Fall an einen Arzt.
Behandlung und Vorbeugung
In den meisten Fällen geht eine Erkältung von selbst vorbei, auch wenn das bei einem Baby bis zu zwei Wochen dauern kann. Dauert es länger, oder machst du dir Sorgen? Ein Besuch beim Kinderarzt schadet nie. Geh außerdem zum Arzt, wenn dein Kind teilnahmslos ist, schwer atmet, nicht essen oder trinken will, Atemnot hat, oder länger als 24 Stunden Fieber hat.
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