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  • 6 Min. Lesezeit

  • 27 August 2026

Mein Baby weint den ganzen Tag: bin ich die Einzige, der das passiert?

Ein Elternteil tröstet ein weinendes Baby in einem Tragetuch

Vom ganz Kleinen bis zum etwas Größeren: Jedes Baby weint. Manche Babys weinen jedoch besonders oft und besonders lange - dann sprechen wir von einem Schreibaby. Dieser Beitrag erklärt, was ein Schreibaby ausmacht, warum manche Babys viel weinen, und wie du damit umgehen kannst.

Wie viel weint ein Baby?

Es ist normal, dass ein Baby etwa zwei Stunden am Tag weint, besonders in den ersten sechs Wochen, während es sich noch an die Welt außerhalb des Mutterleibs gewöhnen muss. Anfangs weint ein Baby unbewusst - es ist seine einzige Möglichkeit zu kommunizieren und zu zeigen, dass es sich unwohl fühlt. Bei den meisten Babys liegt der Höhepunkt des Weinens bei etwa sechs Wochen; danach nimmt die Weinzeit in der Regel ab.

Definition eines Schreibabys

Ein Baby gilt als Schreibaby, wenn es länger als drei Wochen in Folge, mindestens drei Tage pro Woche, mehr als drei Stunden am Tag weint. Nach dieser Definition sind etwa 10 bis 15 % der Babys Schreibabys. Neben viel Weinen zeigen diese Kinder oft weitere typische Merkmale, etwa Schwierigkeiten mit Veränderungen. Weitere Anzeichen können sein:

  • "Normales" Weinen, das sich mit hysterischem Schreien abwechselt
  • Ein immer gleiches, kaum zu unterscheidendes Weinen - bei Hunger, dem Bedürfnis nach Aufmerksamkeit, einer vollen Windel oder Müdigkeit
  • Häufige Unruhe
  • Schnelles Errröten
  • Schwer zu trösten während des Weinens
  • Sehr hohe Aktivität
  • Ein harter Bäuchlein (wahrscheinlich durch die ganze Anspannung)

Beachte: Diese Anzeichen können viele verschiedene Ursachen haben. Nicht jedes Schreibaby zeigt alle diese Signale, und nicht jedes Kind, das sie zeigt, ist automatisch ein Schreibaby.

Warum weint ein Schreibaby?

Für übermäßiges Weinen lässt sich oft kein eindeutiger Grund finden. Dennoch gibt es Faktoren, die die Gemütsruhe - und damit das Weinen - beeinflussen können: Stress, eine belastende Geburt, körperliche Beschwerden (wie Blähungen, Mundsoor, Allergien oder Reflux) und Spannungen in der Familie. Denk daran, dass jedes Baby weint, anfangs manchmal bis zu zwei Stunden am Tag - viele Eltern empfinden das als extrem viel, aber es gehört dazu; es ist seine Art zu kommunizieren. Auch bei Schreibabys legt sich das Weinen meist von selbst: In den meisten Fällen ist dein Baby innerhalb von drei bis sechs Monaten über die Schreiphase hinausgewachsen.

Wie gehst du mit einem Schreibaby um?

Ein Baby, das viel weint, geht nicht spurlos an dir vorüber. Es kann zu Frustration, Verzweiflung und Übermüdung führen, und dich als Elternteil verunsichern - warum gelingt es dir nicht, dein Baby zu beruhigen? Halte dir vor Augen, dass ein Schreibaby sich nun mal schwer trösten lässt. Du machst selten etwas falsch, wenn du weiterhin Trost anbietest, auch wenn dein Kind nicht sofort ruhig wird - der Trost hilft nämlich wirklich, auch wenn das nicht sofort sichtbar ist.

Trösten

Einige Möglichkeiten, dein Kind zu beruhigen:

  • Trage dein Baby nah bei dir in einem Tragetuch - nirgendwo fühlt es sich so geborgen wie Haut an Haut bei dir.
  • Lass dein Baby nachts in deiner Nähe schlafen, zum Beispiel in einem Bettchen in eurem Schlafzimmer.
  • Pucke dein Baby - durch festes Einwickeln in Tücher kann es sich weniger leicht bewegen, was beruhigend wirkt. Hol dir vorab Rat bei der Vorsorgestelle.
  • Gib deinem Baby ein warmes Bädchen mit beruhigendem (Lavendel-)öl, oder eine Babymassage - das verbindet, beruhigt und kann das Weinen verringern.
  • Sing ihm leise ein Lied vor - deine Stimme wirkt oft beruhigend.

Gib deinem Kind auf jeden Fall weiterhin Liebe und Trost, auch wenn du selbst am Ende deiner Kräfte bist. Dein Baby weint nicht, um seinen Willen durchzusetzen - es hat in den ersten Wochen wirklich Bedarf an Trost.

Ruhe und Regelmäßigkeit

Ein Baby, das viel weint, führt bei Eltern zu Übermüdung und manchmal Verzweiflung. Dein Kind spürt das, und weint dadurch möglicherweise noch mehr, weil es selbst auch müde von der Situation wird - so hält sich das Weinen selbst aufrecht. Bei Schreibabys sind Ruhe und Regelmäßigkeit deshalb besonders wichtig. Studien zeigen, dass Kinder mit einem festen Tagesablauf weniger weinen und mehr Ruhe empfinden. Versuch, dein Kind zu festen Zeiten zu füttern und schlafen zu legen, und halte eine feste Reihenfolge im Tagesablauf ein: Füttern, Kuscheln, Spielen, Schlafen. Biete nicht zu viele Reize, und sorge für ausreichend Ruhe.

Ernährung eines Schreibabys

Viel Weinen bei einem kleinen Baby kann mit Blähungen zusammenhängen. Ist das der Fall, beginnt dein Baby oft etwa eine halbe Stunde nach dem Füttern zu weinen und mit den Beinchen zu strampeln, wobei es häufig rot anläuft. Es kann helfen, das Ernährungsmuster deines Kindes genauer zu betrachten: Hast du kürzlich etwas geändert, oder hat es mehr Nahrung bekommen als zuvor?

Und wenn das nicht hilft?

Hast du alles versucht, und nichts scheint zu wirken? Manche Eltern von Schreibabys finden Erleichterung bei einem Besuch beim Osteopathen, der mit manuellen Techniken Spannungen im Körper des Babys löst, damit es sich freier bewegen kann. Dieser Ansatz ist ganzheitlich; für einen Besuch beim Osteopathen brauchst du keine Überweisung.

Sorge auch gut für dich selbst

Noch ein wichtiger Tipp: Sorge gut für dich selbst. Ein Schreibaby geht stark auf deinen Schlaf, und kann sowohl körperlich als auch seelisch ziemlich zehren. Versuch, dich gesund zu ernähren, und hol dir wo nötig etwas zusätzlichen Schlaf - das gibt dir die Energie, um Tag und Nacht die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die dein Baby braucht. Bitte außerdem, wenn möglich, Freunde oder Familie um Hilfe, damit du die Betreuung aufteilen und selbst etwas Ruhe finden kannst. Du wirst merken, dass es dir guttut.

Denk daran, dass du nicht allein bist, und dass ein Schreibaby die Schreiphase immer irgendwann hinter sich lässt. Bis dahin ist es am besten, es so viel wie möglich zu trösten und ihm Ruhe und Regelmäßigkeit zu bieten.

Über diesen Beitrag

Dieser Beitrag ist Teil einer Reihe über häufige Baby-Beschwerden. Die Informationen wurden sorgfältig zusammengestellt, um junge Eltern zu unterstützen. Jedes Kind ist anders: Wende dich bei starken oder anhaltenden Beschwerden immer an deinen Kinderarzt oder die Vorsorgestelle.

Über Kabrita

Kabrita Flaschennahrung auf Ziegenmilchbasis verbindet milde niederländische Ziegenmilch mit einer modernen Rezeptur, die auf den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen basiert. So entsteht eine vollwertige Flaschennahrung, die wichtige Nährstoffe auf milde, freundliche Weise liefert. Kabrita wird vollständig in den Niederlanden aus niederländischer Ziegenmilch hergestellt.