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  • 4 Min. Lesezeit

  • 25 August 2026

Ein Blick in die Windel: was der Stuhlgang deines Babys dir verrät

Ein Elternteil betrachtet eine saubere Windel des Babys

Der Stuhlgang verrät viel über unsere Gesundheit - das gilt genauso für dein Baby. Auch bei deinem Kleinen kann sich der Stuhl stark in Farbe und Form unterscheiden. Aber was ist eigentlich normal? Ein Blick in die Windel kann dir mehr über die Entwicklung und Gesundheit deines Babys verraten.

Dein Baby hat keinen Stuhlgang?

Hat dein Baby keinen oder nur sehr seltenen Stuhlgang, kann das ziemlich stressig sein - besonders, wenn du nicht genau weißt, was normal ist. Die Häufigkeit des Stuhlgangs kann stark variieren, je nach Art der Ernährung.

Wirkt dein Baby angestrengt beim Stuhlgang, oder hat es kaum welchen? Das kann auf Verstopfung hindeuten. Diese kommt häufig vor, besonders in Übergangsphasen wie dem Wechsel vom Stillen zur Flasche oder bei der Einführung fester Nahrung. Mehr über Verstopfung bei Babys erfahren? Lies unseren ausführlichen Beitrag dazu.

Stuhlfarben-Tabelle für Babys: Was bedeuten die Farben?

Diese Farbtabelle hilft dir zu verstehen, was die verschiedenen Farben im Stuhl deines Babys bedeuten können - ob gesunde Variation oder ein Signal, das Aufmerksamkeit verdient. Nutze sie als praktische Orientierung, und wende dich im Zweifel an eine Fachperson. Im Folgenden findest du mehr Details zu den wichtigsten Farben.

Stuhlfarben-Tabelle für Babys

Jedes Kind ist einzigartig - bei Unsicherheit über den Stuhl deines Babys ist es immer ratsam, einen Arzt zu kontaktieren.

Grüner Stuhl

Besonders im ersten Jahr siehst du viele verschiedene Arten von Stuhlgang - in Geruch, Farbe und Konsistenz. Die Farbe kann von dunkelgrün bis schwarz reichen.

In den ersten Tagen nach der Geburt ist grünlicher, kläbriger Stuhl ganz normal: Das ist Mekonium, die "Nahrung", die dein Baby im Mutterleib über das Fruchtwasser erhalten hat. Nach etwa zwei Tagen wird der Stuhl bei gestillten Babys weicher und gelb. Hat dein Kind grünes Blattgemüse gegessen oder bekommt es Zähnchen, kann der Stuhl auch dunkelgrün werden.

Mehr über grünen Stuhl bei deinem Baby erfahren? Lies unseren separaten Beitrag dazu.

Roter Stuhl

Rote Fäden im Stuhl deuten meist auf Blut hin. Ursache kann ein kleiner Riss am After sein, oder wunde Brustwarzen beim Stillen. Roter Stuhl kann aber auch auf etwas Ernsteres hindeuten: eine Allergie, eine bakterielle Infektion oder eine Blutung im Magen-Darm-Trakt.

Eine harmlose Erklärung ist Rotkohl oder Rote Bete auf dem Speiseplan. War das nicht der Fall, oder zeigt der Stuhl eine andere ungewöhnliche Farbe? Dann ist ein Arztbesuch ratsam.

Schwarzer Stuhl

Schwarzer Stuhl (der kein Mekonium mehr ist) entsteht, wenn Blut in den Darm gelangt - meist ein Zeichen für eine Blutung irgendwo im Magen-Darm-Trakt. Auf dem Weg durch das Verdauungssystem verfärbt sich Blut von Rot zu Schwarz.

Manchmal färben Eisenpräparate oder eisenreiche Nahrung den Stuhl dunkelbraun oder schwarz - dann ist alles in Ordnung. Ist das nicht die wahrscheinliche Erklärung? Dann geh am besten kurz zum Kinderarzt.

Die Rolle der Ernährung: Stillen versus Flaschennahrung

Wie der Stuhl deines Babys aussieht, hängt unter anderem von der Art der Ernährung ab. Wir empfehlen, dein Baby mindestens bis zum Alter von 6 Monaten zu stillen.

Bei gestillten Babys ist der Stuhl hellgelb bis senfgelb, mit lockerer Konsistenz und einem milderen, manchmal süßlichen Geruch. Bei Flaschennahrung ist der Stuhl in der Regel fester.

Gestilltes Baby hat keinen Stuhlgang, was nun?

Muttermilch ist leichter verdaulich als Flaschennahrung, weshalb Babys mit Flaschennahrung meist festeren Stuhl haben, oft einmal täglich. Bei gestillten Babys kann das zwischen viermal täglich und einmal alle paar Tage variieren - beide Muster gelten als gesund und normal, solange der Stuhl weich ist und leicht kommt.

Anfangs hat ein gestilltes Baby oft direkt nach dem Stillen Stuhlgang. Mit der Zeit stellt sich mehr Regelmäßigkeit ein.

Stuhlgang ab einem Jahr

Sobald dein Kind mehr feste Nahrung isst, verändert sich auch der Stuhl. Es muss sich an diese neue Nahrung gewöhnen, also behalte den Stuhl während dieses Übergangs gut im Blick. Mit etwa 2 Jahren sind Magen und Darm vollständig an feste Nahrung gewöhnt, und der Stuhl nimmt die Form eines "Würstchens" an, manchmal mit unverdauten Stückchen.

In dieser Phase beginnt auch die Zeit der besonders riechenden Windeln: Der Stuhl besteht nun vor allem aus fester Nahrung, was ihn größer und geruchsintensiver macht als zuvor.

Auch wenn es nicht immer die angenehmste Aufgabe ist, bleibt es wichtig, den Stuhl deines Kindes im Blick zu behalten - er verrät einiges über seine Gesundheit und Entwicklung. Denk daran, dass es normal ist, wenn sich Konsistenz, Farbe und Häufigkeit nach der Einführung fester Nahrung oder einem Wechsel der Flaschennahrung verändern.

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